ihr Arsch

Spätestens am Freitag, also in drei Tagen, da musste er es sagen. Laut. So laut, dass sie es gehört haben musste. Außerdem musste er seinen Koffer gepackt haben, die Wohnungstür öffnen und gehen, bis zum Auto und dann noch fahren – hinaus aus diesem Albtraum und hinein in dieses Nirgendwo. „Hast Du überhaupt jemals auf mich gestanden?“, hatte sie vor ein paar Wochen gefragt und er hatte postwendend eine erstaunlich schöne Antwort herausgebracht. Doch später hatte er versucht etwas in seiner Erinnerung zu finden, etwas Ehrliches. Und da war nur ihr Arsch in dieser Jeans. Er hatte nie Sex gehabt vor ihr, obwohl er schon fast dreißig war. Heute hatten sie es wieder nicht getan. Doch darüber war er kein bisschen traurig, der Verkehr mit ihr war eigentlich nur viel Arbeit gewesen und statt Liebe hatte er Hass, stets mehr und mehr Hass geerntet. Ja, wirklich kluge, ausführlich begründete Thesen, dass er ziemlich scheiße sein musste und zwar nicht nur im Bett. War er bestimmt zu ihr, zumindest wenn er nicht bald gehen würde. Nicht dass er sie schlagen würde, nein. Eher erstechen.