Jens ist schuld

Jens war klein und trotzdem verstand er recht gut, dass sie sich stritten und dass dies schlecht war auch. Um das zu beenden, versteckte er sich stets hinterm Vorhang. Dass er der Grund war, wusste er, weil sie manchmal seinen Namen nannten.
Einmal knallte die Tür und er kam eine Ewigkeit nicht wieder, dieser Mann, den er Papa nannte und so liebte, dass er ganz wirr wurde, wenn er nicht mit ihm sprach und spielte. 
An einem verregneten Sonntag verstand er es dann: Er war weggelaufen, weil er so viel falsch machte oder sich manchmal so aufregte und dann Mami so schlechte Laune bekam. Aber er würde bestimmt wiederkommen. Schließlich war ja auch Mami so allein und vermisste ihn. Zumindest weinte sie manchmal im Bad.
Deswegen malte er ganz viele schöne Bilder und wenn er ihn mal abholte, ärgerte er sich fast gar nicht, auch wenn er kein Eis bekam. Außerdem weinte nur noch Zuhause, außer wegen dem Aua am Knie, aber nur ganz kurz. Zu seiner Mami war er immerzu nett, nicht mehr nur weil sie so schön war, nein, sie konnte ja nichts dafür und er, er würde das jetzt wieder gut machen.

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